Wien, 25.3.2022 Stimmung

Na, wie war es denn das Filmschauen? Ich hatte vorher angenommen, dass der Film zeitweilig zu heftig wäre, mit den Sequenzen, in denen eine Person vom Geist ergriffen wird. Doch auch in diesen Momenten gingen die Menschen fürsorglich und achtsam mit der Person, die in der Trance war, um.
Es ist immer wieder so spannend was die Zuschauer*innen  unterschiedliches an einem Filmabend wahrnehmen. Wie aufgefädelte Perlen an einer Kette. Ich, z.B. war berührt von den Worten und der Haltung von Susanne Wenger, in der sie  betont, dass sie keine Yoruba ist. Auch nach 50 Jahren in Nigeria lebend und wirkend erzählt  sie, dass sie ihre eigene, europäische Spiritualität lebt. Anscheinend ist das möglich so innig verbunden zu sein und dann ganz bei sich. Der Schluss des Films zeigt die beiden Frauen, Susanne Wenger und ihre Adoptivtochter am Fluss sitzend. Diese schöpft mit den Händen Wasser und bringt es Susanne Wenger zum Trinken und sich benetzen. Die Abendsonne funkelt im Wasser und wir hören Yorubaworte.

 

Wien 24.3.2022 Susanne Wenger Film


Fotos aus dem Susanne Wenger Forum
Ich freue mich schon auf den morgigen Film: Susanne Wenger - Lady of Oshogbo (Nigeria). Er wurde gewünscht. Es ist immer schön gemeinsam Film zu schaue und nachher darüber zu reden. Jede/r findet etwas anderes bemerkenswert. Das Leben von Susanne Wenger war sehr ereignisreich und bewegend. 25.3.2022 Beginn 18.30 Zentrum Puun, Komödiengasse 1.1020 Wien, anmelden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Beitrag frei.

Wien 16.3.2022 Bildbetrachtung

Nicht runterschauen, zuerst lesen.
Ich sitze am Zimmerrad und höre Radio. Natürlich Ö1.
Sendung Dimensionen: „Eine Stunde vor einem Bild Gedankenprotokolle von Museumsbesucher*innen“ von Hans von Trotha
Studentinnen der Kunsthistorie in Berlin werden von ihrer Lektorin Eva Ehninger veranlasst ein Bild in der Alten Nationalgalerie eine Stunde lang zu betrachten.
Das interessiert mich. Und ich lasse mich anregen. Also trete ich in die Pedale und schaue auf das Bild vor mir an der Wand. Ich sehe im Vordergrund einen Baum, blattlos, braune Rinde. Aber eine grüne, weißgetupfte Wiese. Ein Ast liegt im Gras. Die Wiese ist hügelig. Dahinter ein türkisfarbenes Hau mit rotem Dach. Der Verputz ist abgeblättert, daneben ein gelbes Haus mit braunem Dach. Ein dunkler Stadel ist dahinter. Der Himmel ist rosa gefärbt. Je mehr ich schaue, desto mehr passiert. Ich sehe die Wolken ziehen und spüre den Wind. Ein Stück Horizont ist zu sehen. Dahinter geht es in die Weite. Ich würde mich gerne in das Gras legen, den Wind und die letzten Sonnenstrahlen des Tage spüren. Ich höre die Vögel und sehe Krähen am Himmel.

Nach 20 Min steige ich ab und gehe näher an das Bild von Ceija Stoijka heran. Sie hat es 1995 gemalt. Der Ast im Gras gehört zu ihrer Signatur.

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Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Adresse: 1030 Wien, Stanislausgasse 4/9 | Tel.: +43 676 47 49 112

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