Wien 29.3.2013

Und noch mehr Meret Oppenheim. Am Freitag Mittag sind viel weniger BesucherINnen in der Ausstellung als bei der Eröffnung. Lese in der Notiz von Meret Oppenheim anläßlich ihrer Rede beim ihrer Verleihung des Kunstpreis in Basel 1975. Sie betont die grossen, doppelten Schwierigkeiten die Künstlerinnen  haben, erstens als Künstler und zweitens als Frauen. Wie schwer es gemacht wird einen Platz und Wertschätzung zu bekommen und das seit Jahrtausenden. „Die Freiheit wird uns nicht gegeben, wir müssen sie uns nehmen“. Das Foto wurde 1933 von Man Ray gemacht, ungefär zu der Zeit, als sie mit der Tasse im Pelz bekannt wurde und bevor sie ihre (ihre eigenen Worte) 18 jährige Krise hatte.

Nach dem der Ostermarkt vor der Haustüre des Kustforums ist, spazieren wir noch bei den Standeln mit diversen Sächelchen und Kulinarik vorbei. Unglaublich viele handbemalte Eier, hübsch und kitschig. Manchmal schließt sich das nicht aus. Blauer Himmel, Sonne.

Wien 28.3.2013

Dämmerung in den Praterauen rund ums Lusthaus.

Weinviertel 24.3.2013

Die Brustschalenhalterin von Hacilar-Türkei/ Sesklo-Griechenland

Diese Göttin aus Anatolien hatte mich vor vielen Jahren fasziniert und auf den Weg der Forschung gebracht. Ich war begeistert von der Kraft, Würde und Unverschämtheit, die sie für mich ausstrahlt. Seither hab ich in Bibliotheken, Ausstellungen, Kataloge und Museen nach den Brusthaltungen geforscht und war über das verblüfft was  ich finden konnte. Eine unglaubliche Vielfalt und Menge an Darstellungen von Frauen die in unterschiedlichster Weise ihre Brüste berühren wurden sichtbar. Von der Altsteinzeit bin in die jüngere Geschichte. Meine Freundin Syna fragt: "wie konnte das übersehen werden, wie konnte diese wichtige Information uns heutigen Frauen vorenthalten werden?"Das frage ich und fragte ich mich auch, immer mehr, beim Betrachten der wunderbar gestalteten Frauenplastiken. Sie zeigen uns auf wie Sinnlichkeit ihrer selbst, unserer selbst gelebt, erlebt werden will.

In dieser Rituellen Körperhaltung legen wir, wie bei vielen anderen, die Hände direkt auf den Körper. Die Hände werden zu Schalen geformt und die Brüste hineingebettet. Die Erfahrungen damit haben mit Weiblichkeit, Sinnlichkeit, Kraft, Macht, Heilung und intensiven Kontakt mit sich selbst zu tun. 

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Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Adresse: 1030 Wien, Stanislausgasse 4/9 | Tel.: +43 676 47 49 112

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